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Archive for Oktober 2012

MeMadeMittwoch

Beim letzten MMM konnte ich euch noch mit Strandbildern neidisch machen. Diese Zeiten sind auch hier vorbei. Das Wetter ist wechselhaft, von sonnig-heiss bis regnerisch-kalt ist alles vertreten. Eine Herausforderung für jedes Immunsystem.

Während ich im Sommer eigentlich jeden Tag mindest ein Self-Made-Teil trage, ist die Auswahl im Winter etwas geringer (wird sich aber bald ändern, wenn ich weiterhin so fleissig stricke ;)). Heute trage ich zum ersten Mal wieder eine Wollhose, die ich aber nicht sonderlich gut leiden kann.

Das ist eine meiner ersten selbstkonstruierten Hosenschnitte und der Taillenbund sitzt genau in der Taille… für meinen Geschmack viel zu weit oben. Der Schnitt erinnert mich immer an die Hosen, die meine Grossmutter trägt 😉 Aber da ich nie etwas in den Bund stecke, fällt es nicht weiter auf.

Das Shirt habe ich im Sommer in Dtl gekauft und ich weiss jetzt schon, dass ich es lieben werden. Ganz feine Merinowolle, wärmt herrlich. Ausserdem passt es toll zu den Farben des Schals, der mir den Hals wärmen soll und gegen die Halsschmerzen hilft.

 

Hose aus gewebten Wollstoff mit leichtem Elastikanteil aus dem Kaufhaus

Schnitt: Eigenkonstrution

Schal: aus einem Rest Strickstoff, einfach ein langes Rechteck an den Seiten verstürzt.

Wie jeden Mittwoch treffen sich alle MeMadeDamen hier, mit der heutigen Gastgeberin Julia

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Im Ablaufplan des Sew-Alongs von Lucy und Catharine steht als heutiges Thema das Futter an. Da meine Futterteil inzwischen zusammengenäht sind, habe ich wieder etwas aufgeholt 😉

Ich weiss, dass einige sehr an meiner Art das Futter einzunähen interessiert sind, daher zeige ich euch heute den einfacheren Teil: das Einnähen des Futterrückens.

Achtung es wird sehr bilderlastig 😉

Bei meiner Methode werden Vorder- und Rückenteil sowie die Ärmel seperat gefüttert und erst ganz zum Schluss die Schulter- und Seitennähte beim Oberstoff und dem Futter geschlossen. Aber beginnen wir mit dem Rücken.

Zuerst wird auf die Saumzugabe Einlage geklebt. Ich verwende hierfür fertig geschnittene Einlage, die ich noch aus den Zeiten besitze als ich als Schneiderin gearbeitet habe. Diese Streifen sind sehr bequem und kosten nicht viel, aber ihr kónnt natürlich auch selber Einlagestreifen schneiden.

Da ich meinen Mantel nach der Anprobe noch einmal ein wenig gekürzt habe, mussten die Saumzugaben neu angepasst werden. Dazu den Saum nach oben schlagen und den Punkt markieren, der auf die Naht trifft.

Dies an alle Nähten wiederholen und die Nähte schliessen, dabei vom Saum auf die markieten Punkte auslaufen. Hier habe ich es mal für euch mit Schneiderkreide angezeichnet.

Die Naht verläuft konisch um die Weite wieder herauszunehmen.

Am Ende sollte eurer Saum möglichst glatt ohne Weite liegen (wer einen sehr weiten rundgeschnittenen Saum hat, wird trotzdem noch etwas Weite im Saum haben. Dies muss später beim Säumen eingehalten werden)

Nicht vergessen auch die Saumzugaben an den Seitennähten für später zu markieren

Jetzt auf der Saumzugabe mit Stecknadeln oder Sublimierkreide* einen Abstand von 2cm markieren (von der Saumkante)

*sublimierkreide= spezielle Schneiderkreide, die unter Wärmeeinwirkung verschwindet und daher ideal fúr Markierungen auf der rechten Stoffseite ist

Nun beginnt der interessante Teil. Ihr nehmt euren Futterrücken (ich stepp die Mehrweite in der hinteren Mitte immer mit dem grósstmöglichen Stich zu) und sucht die Taillenmarkirung in der hinteren Mitte und steckt diese auf den Taillenpunkt des Oberstoffes.

Dann wiederholt ihr dies mit den Teilungsnähten…

…und an den Seitennähten

Achtet darauf, dass Futter nicht zu straff einzustecken. Wenn die Nähte nicht genau auf einander treffen ist dies nicht so schlimm. Wichtig ist nur, dass die Taillenhöhe stimmt. Fehlende Weite könnt ihr an der Seitennaht dazugeben. Also auf das Futter die Nahtlinie des Oberstoffes úbertragen.

Die Mittelnaht das Futtes locker Richtung Saum führen..

…und die Saumzugaben einschlagen. dies sollten genau an unserer Kreidemarkierung enden und werden mit Stecknadeln fixiert.

Dies wiederholt ihr nun von der Mitte ausgehend an allen Nähten und wenn diese Fixpunkte gesteckt sind, steckt ihr auch die Zwischenräume. Das Futter spannt sich dann bereits von alleine und ihr müsst nur leicht nachkorriegieren.

Der komplett gesteckte Saum

Der es sich gerade anbietet, könnt ihr jetzt auch noch die Nähte oberhalb der Taille aufeinanderstecken und die Schulternáhte überprúfen. Dazu das Futter glattstreichen und an den Zugabe zurückklappen. Im Idealfall treffen die angezeichneten Nahtlinien von Oberstoff und Futter aufeinander. Wenn nicht wird die Nahtlinie des Oberstoffes auf das Futter neu angezeichnet.

 

Die Stecknadel in der Taille entfernen und das Futter nach unten klappen…

… den Mantel wenden, so dass wir das Futter auf die Saumzugaben des Mantels stecken können.

Wieder zu erst an den Nähten beginne und dann die Zwischenráume füllen. Danach wird das Futter füsschenbreit auf die Saumzugaben genäht.

Wir beginnen ein paar cm hinter der Seitennaht (ich habe diese Stelle für euch mit Kreide markiert) und hören ein paar cm vorher auf. Die Nahtenden werden nicht verrieglt.

So schaut das Ganze von der Futterseite aus.

Das überstehende Futter wird nun verschnitten und der Mantel wieder gewendet.

Die Stecknadeln am Saum entfernen und den Saumbruch am Futter mit dem Bügeleisen fixieren.

Fertig! Eurer Mantelrücken ist gefüttert und der Saum muss ganz am Ende nur noch mit ein paar Handstichen fixiert werden.

Hier seht ihr noch einmal die grosszúgig Bewegungsfalte am Saum, die dafür sorgt, dass der Mantel später genügend Spielraum hat.

Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Kragen angebracht habe, kann ich mein Futter später problemlos mit diesem am Halsloch verstürzen. Da die meisten von euch aber bereits weiter sind, müsst ihr das Futter am Hals mit einer anderen Methode anpassen. Dies verrate ich euch aber später.

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Morgen soll beim wöchentlichen Sew-along-Termin bereits das Futter eingesetzt werden. Mal sehen, ob ich das noch schaffe. Erst einmal müssen ja die Ärmel noch in die Jacke/Mantel.

Bevor die Ärmel endlich eingenäht werden können, muss die Rückenpartie kurzgehalten werden. Schliesslich wünschen wir uns ein möglichst körpernahes Armloch, was ein figurbetonte Silouette unterstützt. Gleichzeitig brauchen wir im Rücken etwas Weite um uns bequem bewegen zu können.

Wir brauchen mal wieder ein paar Futterschrägstreifen aus unserer Restetüte 😉

diese Streifen sollten exakt gleichlang sein. Diese Streifen werden jetzt straff an den Armaussschnitt des Mantelrückens gesteckt. Ich beginne dabei an der Schulter und stecke bis etwas über die Teilungsnaht. Dabei ist wichtig darauf zu achten, dass ihr auf beiden Seite die gleiche Weite einarbeitet. Daher die exakt gleich langen Streifen. Ihr könnt diese daher zB genau 2cm unter der Teilungsnaht bis 1cm hinter der Schulter stecken und die Weite des Mantels gleichmässig verteilen.

So könnte das Ganze aussehen. Man kann gut die eingehaltene Weite erkennen. Der Schrägstreifen wird nun füsschenbreit eingesteppt und im anschluss in Richtung des Armloches gebüglet. Achtet hierbei wieder darauf, dass ihr die Weite möglichst einbügelt und nicht die Naht wieder in die Länge zieht.

Am Schluss wird noch der überstehende Schrägstreifen abgeschnitten und wir können endlich den Ärmel einsetzen.

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Ich bin noch immer unschlüssig, was für Taschen ich für meinen Mantel möchte. Da das übrige Design eher zurückhaltend ist, dürfen die Tasche  „etwas Besonders“ und aufwändiger sein.

In meinen alten Handarbeitsbücher habe ich jedenfalls nichts gefunden. (leider auch keine Tips für eingesetzte  Kimonoärmel, nur das Einnähen der Keile wurde mehrfach erklärt)

Aber ich habe in den Büchern einen anderen Schatz gefunden 😉

Passt mir zwar nicht, aber ich freue mich trotzdem 🙂

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Weiter geht es beim Wintermantel-Projekt, allerdings ab jetzt halbwegs der Reihe nach 😉

Auch wenn ich es vorziehe erst die vordere Kante zu verstürzen und den Kragen anzunähen, beende ich erst einmal die Erläuterungen zun den Ärmeln.

Bevor die Ärmel überhaupt eingenäht werden können, muss bekanntlich das Armloch und die Schulterbreite angepasst werden. Natürlich kann man sich hier genau an den Schnitt halten, aber ein individuell angepasstes Armloch wird einfach besser passen. Wer hat schon standarbreite Schultern? Der eine hat eher schmale Schulter, die andere etwas breitere. Bei einem Brustumfang von 90cm kann jemand einen sehr schmalen Rücken und  viel Oberweite haben oder eben das Gegenteil, einen breiten Rücken und eine eher kleine Körbchengrössse. Beide brauchen aber die selbe Konfektionsgrösse. Ein paar kleine Anpassungen erhöhen hier den Tragekomfort.

Wie gehen wir vor? Zuerst benötigen wir das Grundgerüst eurer Jacke bzw Mantel. Das heisst es sollten alle Teilungsnáhte, sowie schulter- und Seitennáhte geschlossen sein. Auch an den Ärmel sollten bereits alle Nähte geschlossen sein.

(Ich nähe in der Regel zur ersten Anprobe einen Ärmel, mit dem ich die Ärmellänge bestimmen kann. Dann werden beide Ärmel gefüttert und das Armloch bei der  zweiten Anprobe ermittelt.)

Zuerst einmal ist wichtig, das euer Grundgerüst passt. Also alle nötigen Änderungen bezüglich Abnähertiefe, Taillierung etc sollten abgeschlossen sein.

Nun zieht ihr die Jacke/Mantel über und steckt sie gemäss den Markierungen zu (ganz wichtig!), danach die Polster unterschieben und mit ein, zwei Nadeln fixieren.

Nun nehmt ihr euren Ärmel und schlagt an der Schulter 1cm Nahtzugabe um und steckt ihn von aussen an den Punkt, wo eure Schulter endet. Auf diese Weise steckt ihr den Ärmel nach euren persönlichen Bedürfnissen an. Vorn geht dies ganz gut allein vor einem Spiegel, hinten braucht ihr wahrscheinlich Hilfe (am Besten zB beim Nähkränzchen)

 

 

Wenn ihr auf diese Weise beide Ärmel befestigt habt, macht ihr den „Bewegungstest“. Dazu beide Arm vor der Brust verschränken und schauen, ob ihr im Rücken genügend Spielraum habt. Lasst dort lieber eine kleine Falte stehen, als am Ende eine Jacke zu haben, die zwar faltenfrei sitzt in der ihr euch aber nicht bewegen kónnt 😉

Mit einem kontrastfarbigen Garn wird nun auf beiden Seiten der später Nahtverlauf markiert.

Im Achselbereich wird nichts gesteckt. In der Regel sitzen Fertigschnitte hier ohnehin sehr grosszügig so dass eine Anpassung nur im oberen Bereich nötig ist.

Zum Schluss wird die Jacke zusammengesteckt. Dazu „faltet“ ihr sie zur Mitte und steckt so , dass die Kanten am Armloch aufeinanderstossen. Die Nadeln steckt ihr genau auf euren Markierungsfaden.

Wenn ihr die Jacke nun auf die andere Seite dreht (der Bereich, der bei mir innen liegt) seht ihr auf diese Weise die Markierungen von beiden Seite. Leider hab ich vergesssen, von diesem Schritt ein Foto zu machen.

Jetzt könnt ihr das Armloch verschneiden und zwar so, dass neben euren Markierungen noch ca 1cm Nahtzugeben bleiben. Normalerweise varieren die Markierungsfáden in ihrem Verlauf ein wenig. Ich nehme daher den Mittelweg von beiden. Solltet ihr starke Abweichungen haben (was am Anfang normal ist) verschneidet lieber grosszügig (heisst dicht am Originalarmloch) und probiert noch einmal an. Nachschneiden könnt ihr immer noch, wieder dranschneiden ist schwieriger 😉

Besonders im Bereich des vorderen „Ärmeleinsatzpunktes“ solltet ihr nicht zuviel wegschneiden, sonst entstehen dort hässliche Zugfalten.

Nach dem Verschneiden alle Nahtenden sichern (und das Futterarmloch ebenfalls verschneiden).

Ich werde mich nun endlich mal wieder um meinen eigenen Mantel kümmern, sonst kann ich am Sonntag wieder keine Erfolge melden 😉

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Wie versprochen die Fortsetzung von heute vormittag.

Vor weg eine kleine Sache. Als ich vor Jahrzehnten meine Ausbildung zur Schneiderin begann, wurden die Jackenärmel in meiner Werkstatt noch ohne jegliches Beiwerk eingenäht. Allerdings waren wir mit dem Ergebnis nie wirklich zufrieden. Aus irgendeinem Grund sassen die Ärmel an industriell gefertigen Jacken immer besser. Deshalb begann wir nach dem Grund zu suchen und das „Geheimnis“ des perfekt sitzendem Ärmel zu suchen.

So entstanden mit der Zeit einige Arbeitsschritte bzw Verarbeitungstechniken, die entscheidend zu einem besseren Ergebnis führten. Keine dieses Techniken ist ein „Muss“ und nicht jeder Mantel, jede Jacke braucht alle Schritte. Wieviel Arbeit ihr am Ende in euren Mantel investieren wollt, entscheidet ihr.

Aber beginnen wir nun mit dem Einfachsten: dem Stabilisieren des Vorderärmels.

Dazu benötigt ihr zwei Schrägstreifen des Oberstoffes mit einer Breite von ca 4cm und einer Länge von 12-15cm (er sollte von der Schulternaht bis ungefähr zur Teilungsnaht reichen.

Dieser Streifen wird nun von der Jacke aus mittig in den Ärmel gesteckt. Er schaut also ein wenig über die Nahtzugabe heraus.

Und so sieht es im Ärmel aus

Das Ganze wird nun von der Jacke aus schmal hinter der Ärmeleinnähnaht eingesteppt

Dabei darauf achten, dass ihr eure Naht nicht ausdehnt, sondern schön kurz haltet.

Zum Schluss die Naht glatt auf Bügelbrett legen, dabei die „natürliche Form“ beachten und mit dem Eisen vorsichtig 1-2cm in den Ärmel reinbügeln. Nicht mehr, wirklich nur knapp bis hinter die Naht um die Weite zu verbügeln.

Und schon seit ihr fertig. Der Schrägstreifen sorgt dafür, dass der Ärmel eben nicht „einfällt“, sondern schön in den Gesamtärmel reinrollen kann.

Ich würde mich freuen, wenn ihr kurz Bescheid geben könntet, ob ihr immer alles versteht oder ob ich zu „profesionell“ denke und zuviel vorraussetze. Und ob euch diese Anleitung überhaupt interesieren (davon bin ich bis jetzt einfach mal ausgegangen ;))?

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Die Ärmel in meiner Kostümjacke sind endlich eingenäht und ich habe ca 300 Fotos beim Entstehungsprozess gemacht (die Kamera ist neu und ich bin noch nicht wirklich warm mit ihr geworden. Deshalb produziere ich zZ noch viele „Ausschussfotos ;))

Bis ich alle Fotos sortiert und mit ausreichend Text beschrieben habe, zeig ich euch erstmal den Unterschied zwischen einem „stabilisiertem Ärmel“ und einem schnörkellos eingenähtem.

 

Der Ärmel sitzt nicht schlecht, neigt aber dazu „einzufallen“, das heisst es gibt diese kleinen Falten/ Unregelmässigkeiten dort, wo die Nahtzugaben des Armloches zu Ende sind.

Diese Problem lässt sich allerdings recht einfach beheben.

Der Ärmel sitzt „faltenfrei“ und rollt gleichmässig über.

Der Trick, mit dem ihr diesen Unterschied erreichen könnt, ist sehr einfach und schnell nachgenäht und das Beste: es können ihn auch diejenigen anwenden, die ihre Ärmel schon eingesetzt haben.

Wie genau ihr vorgehen müsst, erkläre ich euch (hoffentlich) heute abend, beim kleinen online Nähkurs bei Lucia 😉

Wer sich fragt, warum es kein Gesamtfoto gibt, auf dem man den direkten Unterschied besser sehen könnte, dem muss ich leider sagen, dass meine Schneiderpuppe Standargrösse 38 trägt, meine Schwägerin allerdings 48. Ich musste daher ein wenig improvisieren um úberhaupt anstándige Bilder zu bekommen.

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