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Archive for September 2012

Heute schon Teil 3 des Sew-Alongs und langsam wird es ernst 😉

Hier also mein Stoff, ein wunderbar weicher Mantelvelour aus Schurwolle mit Kaschmiranteil. Einzigster Nachteil: er ist schwarz und nicht mitternachtsblau. Aber ich kann die 4.5m ja auch nicht einfach wegschmeissen 😉

Die Suche nach einen Futter nach meinem Geschmack gestaltet sich schwierig, ich habe gestern zwar etwas Crepe mitgenommen, aber ich denke, daraus werde ich dann nächstes Frühjahr ein Kleid für meine Schwiegermutter nähen 😉

Gewünscht hätte ich mir eher soetwas.

Ein festes Poliester/Acetatfutter in Kontrastfarbe mit dezentem Muster. Kirschrot wäre toll. Ich bevorzuge zum Abfüttern von Mänteln die etwas kräftigen, festeren Futterqualitäten. Häufig sind diese in Atlasbindung gewebt, was sie besonders glatt macht. Beim Nähen kann dies etwas mühevoller sein, dafür sorgt die Glätte später dafür, dass man sich im Mantel frei bewegen kann. Es klebt nichts fest.

Weniger emfehlenswert finde ich besonders für einen schweren Wintermantel die sehr dünnen, günstigen Poliesterqualitäten. So einen Wintermantel trägt man in der Regel ja mehrere Winter und dementsprechend wird das Futter beansprucht. Gerade die Ärmeleinsatznähte und die Rückenmittelnaht reissen dann gern aus.

Bei Lucy, die heute Gastgeberin des Sew-Along ist, findet ihr eine Wissenssammlung zu Mantelstoffen, Einlagen etc.

Ich möchte auch gern ein wenig mit meinen Erfahrungen weiterhelfen. Leider ist meine Kamera nun endgültig kaputt gegangen und die Qualität der Telefon-Fotos lässt sehr zu wünschen übrig 😦

Lucy erwähnt in ihrem Artikel Rosshaareinlagen, aber ich kenn kaum jemanden, der heutzutage noch damit arbeitet. Ausser vielleicht traditionelle Herrenschneider. Die Verarbeitung ist nicht einfach, sehr zeitaufwändig und braucht viel Erfahrung. Ich würde sie nur für Stoffe empfehlen, die nicht gebügelt werden können.

Ansonsten habe ich zur Fixierung von grossflächigen Teilen mit Gewebeeinlagen bessere Erfahrungen gemacht als mit Vlieseinlagen. Gewebeinlagen besitzen ein dünnes Grundgewebe als Untergrund auf der der Klebstoff aufgebraucht ist. Je nach Stärke des Grundgewebes und der Menge des Klebers erhält man unterschiedliche Ergebnisse.

Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dieser Einlage gemacht.

Diese Einlage ist eher weich bis mitteldick und man erkennt sie an gut erkennbaren Querfäden, während die Längsfäden sehr dünn und fast unsichtbar sind. Die ideale Einlage für Vorderteile, Belegen, Kragen, Zugaben an Säumen und Schlitzen.

Sehr dünne, feine Ergebnisse erzielt man mit dieser Einlage. Das Grundgewebe ist in alle Richtungen dehnbar und sie lässt sich schwer passgenau zuschneiden. Bei grossen Flächen schneide ich daher grob zu, bügle sie leicht an und schneide überstehende Reste ab. Erst nach der endgültigen Fixierung zeichne ich mit Schneiderkreidemine meine Nahtlinie an.

Diese Einlage benutze ich gern für leichte Kragen oder Belegen. Auch für die Fixierung der Saumzugaben ist sie gut geeignet.

Von Vlieseline gibt es auch eine sehr dünne Gewebeeinlage, leider hab ich keine Bezeichnung. Vielleicht kann jemand aushelfen?

Weniger geeignet für die Verstärkung der Vorderteile sind sogenannte Bügelbatiste. Sie werden sehr fest und steif und eignen sich eher für Korsagen zum Beispiel. Beim Wintermantel kann man damit aber sehr gut den Steg am Kragen verstärken. Dadurch bekommt der Kragen den nötigen Stand am Hals. Für den Oberkragen ist sie aber nicht geeignet.

Während meiner Ausbildung habe ich mehrere Fortbildungen von Vlieseline besuchen dürfen. Dort bekamen wir wertvolle Tips, zum Beispiel zum aufbügeln. Dazu schreib ich aber noch einen Extraartikel.

Zum Schluss noch die Schulterpolster. Verzichten sollte man darauf auf keinen Fall. Im Schneiderbedarf gibt es Polster in verschiedenen Stärken, die sich auch dem Armloch entsprechend verschnitten werden können.

Hier kann man die verschiedenen Stärken sehen

Diese hier tragen garantiert nicht auf, sorgen aber für eine saubere Schulterpartie.

Jetzt schaue ich mir noch an, was ihr so für Mantelstoffe habt. Heute bei Lucy.

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Misserfolg

Der Versuch in der Provinz ordentliches Mantelfutter zu bekommen, gestaltet sich ausgesprochen schwierig. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was man mir alles verkaufen wollte. Das Ergebnis wäre ein Mantel gewesen, der mindestens 10 Kilo wiegt und null Bewegungsfreiheit bietet 😦
Jetzt muss ich sehen, ob ich meine Schwägerin eventuell überreden kann einen Ausflug in die grosse Stadt zu machen 😉

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Heute soll nun also das Schnittmuster vorgestellt werden, aber leider geht es mir da wie vielen anderen auch. 😉 Ich hab mich noch nicht wirklich entschlossen.

Ich habe mich in diversen Online-Kaufhäusern umgesehen und fleissig Skizzen gemacht. Hier eine kleine Auswahl:

Aber so richtig überzeugen konnte mich keiner, am liebsten wäre mir noch immer eine Kurzmantelversion meiner aktuellen Winterjacke.

Alternativ dazu könnte ich mir auch eine einreihige Version vorstellen mit einer abgesetzten Blende. Allerdings müsste ich dafür einen ansprechenden Stoff finden. Einen schönen Brokat oder Jaquard… dürfte nicht so einfach werden, muss er doch zum schon vorhandenen Mantelvelour passen. Den Kontraststoff würde ich dann an Kragen und Taschen wiederholen. Bei dieser Version würde ich dann allerdings auf meine geliebten Paspelknopflöcher verzichten und eine verdeckte Knopfleiste arbeiten.

Meine Originaljacke hat schöne ausgestellte Ärmel, die leider nicht sehr praktisch sind, weil gelegentlich der Wind reinpfeift. Aber ganz schlichte, schmale Ärmel sind doch ein wenig langweilig, oder? Vielleicht nur ein wenig trompetenmässig ausstellen?

Genauso suche ich noch nach einer interessanten Taschenversion als einfache Blendentaschen. Ich mag keine aufgesetzten Taschen, hat jemand eine schöne Idee für eingearbeitete Taschen?

Ansonsten stelle ich mich der Herausforderung schöne, figurschmeichelnde Kimonoärmel zu konstruieren. Hoffentlich geht dies nicht völlig daneben und ich blamiere mich furchtbar. *bibber*
Alle anderen Schnittmuster können heute bei Catharine bewundert werden.

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Freudige Überraschung

Vorhin war ich in meinem geheimen Stofflager, auf dem Dachboden und habe den Mantelstoff für den Sew-along gesichtet. Er ist noch immer so schön, wie ich ihn in Erinnerung hatte und auch die Motten scheinen sich noch nicht an ihm vergangen zu haben (ich hatte da vor ein paar Tagen eine sehr traurig Entdeckung bei einem meiner Wollcrepe-Stoffe :()

Ganz freudig habe ich festgestellt, dass ich nicht nur 3m zur Verfügung habe, sondern 4.5m! Ich hatte ganz vergessen, dass ich damals noch einen passenden langen Rock nähen wollte. Bodenlange Röcke trage ich inzwischen nicht mehr, aber irgendwas muss man aus dem Rest doch machen… Vielleicht einen Kurzmantel und eine Winterjacke?

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Me-Made-Mittwoch

Ihr kennt das ja sicherlich 😉 Man müsste eigentlich dringend für ein Examen lernen, eine wichtige Hausarbeit schreiben… aber ihr habt plötzlich das dringende Gefühl unbedingt mal wieder den kompletten Küchenschrank auszuwischen zu müssen, die Steuererklärung zu machen oder sonst irgendwelche sonst gehassten Aufgaben zu erledigen.

Meine derzeitige „Hausaufgabe“ ist eine Kostümjacke für meine Schwägerin, eigentlich für mich keine Problem, aber ich finde den Stoff so hässlich, dass mir jede Unterbrechung willkommen ist. Ein günstiger Nebeneffekt ist, dass der Inhalt der UFO-Kiste abnimmt (etwas neues zuzuschneiden kann ich dann doch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren).

In eben dieser Kiste lag schon ewig ein Trägershirt welches ich mindestens schon 2mal wieder aus der Altkleiderspende gefischt habe. Es war einer meiner ersten Gehversuche in Jersey und ist aus wunderschönem Baumwoll-Romanit. Ausserdem ist die Muschelkante am Ausschnitt so nett. Leider ist es mir inzwischen ein wenig zu kurz. Irgendwann hatte ich die Idee einfach ein Rockteil anzunähen und aus dem Shirt ein Kleid zu machen. Nur fand ich nie den passenden Stoff. Er sollte blickdicht sein und weich fallen. Und wenn möglich bitte Streifen haben, da ich von einem gestreiften Tellerrock träume, seit ich einen bei Pinterest entdeckt hatte.

Letzte Woche lief mir dann durch Zufall endlich ein passendes Reststück über den Weg und innerhalb von 2h war mein neues Hauskleid fertig. 🙂

 

Am Saum wollte ich, dass sich das Weiss des Oberteils wiederholt. Ein klassischer Saum mit Schrägband war mir allerdings zu dominat. Daher habe ich einen Schrägstreifen von 2cm Breite geschnitten und zur Hälfte gebügelt. Diesen Streifen habe ich dann direkt mit der Overlock an die Saumkante genäht und zum Schluss schmal abgesteppt.

Das Ergebnis ein sehr leichter Saum, der wie gewünscht sehr schmal ist (5mm). Er wirkt eher wie eine Paspel. Normales Paspelband hätte den Rock für meinen Geschmack zu sehr geöffnet, wenn jemand versteht was ich meine 😉

Zum perfekten Glück fehlt mir nun nur noch eine weisse Gürtelschnalle, denn ich hätte gern noch einen passenden Gürtel dazu.

Zur heutigen Me-Made-Modenschau geht es hier entlang, präsentiert von Lucy.

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Catharine und Lucy laden ein zum Wintermantel Sew-Along  und da ich endlich wieder etwas mehr Zeit für mich habe, dringend eine neue Winterjacke brauche und mir ein wenig Druck ganz gut tut ;), habe ich beschlossen auch mal mitzumachen.

Während meiner Zeit als Schneiderin habe ich bereits mehrere Wintermäntel genäht und obwohl ich schon vor über 10 Jahren einen wirklich herrlichen Mantelvelour aus Schurwolle mit Kaschmir gekauft habe, habe ich bis heute keinen Mantel für mich selbst genäht. Ich denke es wird Zeit dies zu ändern 😉


Was brauche ich eigentlich für einen Mantel? Welche Farbe wünsche ich mir? Welche Ansprüche stelle ich an die Beschaffenheit und Kompatibilität? Welche Schnitte sind schwer oder nicht so schwer zu nähen, und schaffe ich das? Oder auch: Wovon habe ich schon immer geträumt? Was bereitet mir Kopfzerbrechen und woran möchte ich mich endlich mal trauen?

Dank des günstigen Klimas hier, brauche ich keinen wirklich warmen Mantel. Die Temperaturen fallen nur sehr selten unter 5º und geschneit hat es hier das letzte Mal vor über 50 Jahren 😉 Eine normale Winterjacke hat mir daher in den letzten Jahren völlig ausgereicht. Allerdings würde ich mir gern wieder ein paar Trägerkleider nähen und dazu sieht ein Kurzmantel natürlich viel schicker aus.

Glücklicherweise muss ich mich nicht auf die Suche nach Schnittmustern machen, sondern kann mir meinen Traumschnitt selbst konstruieren. Da liegt dann auch die Herausforderung für mich, meine Kenntnise sind in diesem Bereich etwas eingerostet.

Was wünsch ich mir? Auf jeden Fall einen „besonderen Kragen“ Ein Grund warum der Mantelstoff nie angeschnitten wurde ist der, dass ich keinen Reverskragen wollte. Auch ein klassischer Stehkragen ist mir für mich zu streng.

Ich besitze eine gekaufte Jacke, die ein echter Glücksgriff war. Sie war mitten im August bei 40º nicht nur unglaublich günstig, sie hat auch einen tollen vielseitigen Kragen.

Je nach Wetterlage kann man alle Knöpfe schliessen und es passt trotzdem noch ein dünner Schal um den Hals oder man trägt sie offen. An der Jacke stört mich eigentlich nur, dass sie 5cm zu kurz ist und dadurch ein Grossteil meiner Strickjacken unter herrausschauen, wenn ich sie nicht extra einschlage.

Kurz nach dem Kauf der Jacke wurde ich schwanger und der Babybauch fand durch den günstigen Schnitt im ohne Probleme Platz. Diesmal hätte ich aber gern wieder eine etwas taillierte Jacke bzw Mantel.

Was ich mir unglaublich schön und bequem vorstelle, ist ein Mantel mit Kimonoärmeln. Da ist das Nähen dann zwar fast ein Kinderspiel (kein Ärmel einsetzen), dafür ist die Konstruktion etwas tückischer.

Der vorhandene Stoff ist (leider) schwarz, was mir heute nicht mehr ganz so gut gefällt. Marineblau wäre schöner 😉 Dafür würde ein schwarzer Kurzmantel gut zu meinen vorhandenen Stiefeln passen und die Winterjacke könnte ich mir auch etwas farbenfroher vorstellen. Irgendwas gemustertes/ strukturiertes wäre toll…

Glücklicherweise habe ich ja noch ein paar Tage Zeit mich zu entscheiden zwischen

  • Kurzmantel oder nur Winterjacke
  • klassische Ärmel, Kimono oder Raglan
  • Ärmelabschluss (ausgestellt, mit Blenden oder Riegeln…)
  • ein- oder doppelreihig
  • die vordere Kante symetrisch oder asymetrisch

Ganz sicher bin ich mir bisher nur beim Verschluss: da müssen auf jeden Fall Paspelknopflöcher rein (die nähe ich nämlich wahnsinnig gerne)

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Abbau von Altlasten

Das Gefühl nach 10 Jahren endlich die letzten Handstiche an einem UFO zu vollenden: unbezahlbar 🙂

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